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Luftmassen die unser Wetter bestimmen

Durch die grosse Zahl der Zyklonenbahnen wird deutlich, weshalb das Wetter in Mitteleuropa so unterschiedlich gestaltet wird. Vor allem während den Übergangsjahreszeiten kommen zahlreiche grosse Temperatursprünge innerhalb kurzer Zeiten vor.

Je nachdem, welche Bahn die Tiefs einschlagen, führen sie unterschiedliche warme oder kalte Luft zu uns. Nach dem
Durchzug kann sich hoher Luftdruck aufbauen, meist aus westlicher oder östlicher Richtung, oder auch nur ein kleines
Zwischenhoch, das von einem weiteren Tief schnell wieder abgelöst wird. Die 
Luftmassen kommen also aus allen
Himmelsrichtungen zu uns.

Ursprünglich unterschied man nur zwei Luftmassen: die Polarluft und die Tropikluft, getrennt durch die Polarfront. Für Europa sind 2 Gruppen von Luftmasse wirksam. Sie sind polarer bzw. subtropischer Herkunft.

Polarluftvorstösse dringen sowohl über den Atlantik als auch über dem Festland weit nach Mitteleuropa vor.

Maritime Luftmassen haben natürlich viel Feuchtigkeit aufgenommen, daher bringen sie meist Wolken mit, z.B.
Stratocumuli.

Kontinentale Luftmassen besitzen zwar nur geringe Luftfeuchtigkeit und bringen deshalb eine geringe Bewölkung, die Sicht ist jedoch wegen der hohen Staubbelastung stark eingeschränkt.

Die Herkunft der Luftmassen lassen sich meist mit grosser Sicherheit erkennen und vorhersagen:

  • starkes Sternenfunkeln bedeutet Zustrom von polaren Luftmassen. 
  • ein milchiger Hof um die Sonne oder Mond zeigen einen Warmlufteinbruch an.
  • intensives Abendrot bringt nur dann schönes Wetter wenn der Himmel wolkenlos ist und die Sonne wirklich rot
    untergeht.
  • weisslicher bis gelblicher Sonnenuntergang bedeutet Regenwetter am nächsten Tag. Die Luft ist mit Feuchtigkeit
    angereichert.
  • lang anhaltendes Morgenrot zeigt feuchte Luftmassen an und lässt Regenwetter erwarten.
  • weisser Sonnenaufgang oder rasch weisser werdende Sonne verheisst schönes Wetter.

Winterhalbjahr

Beim Zustrom von grönländischer Polarluft wird es in
Mitteleuropa nicht allzu kalt, da sich die Luft während dem
langen Weg übers Meer erwärmt und aus westlicher
Richtung zuströmt. Diese Luftmasse bringt  unbeständige
Wetter.

Arktische Polarluft strömt über das Nordmeer und die
Nordsee zu uns.
Die Polarluft bringt kalte 
Luft und je nach Jahreszeit
kräftige Regen-Schnee oder 
Graupelschauer.

Extreme Kälteperioden werden von der nordsibirischen
Polarluft
erwartet. Diese Luftmasse bringt eisige Kälte
und trockene Luft mit sich.

    

Sommerhalbjahr

Fast genauso häufig wie die von Westen
herbeiströmende 
Polarluft sind die Warmluftmassen,
die ihren Ursprung im subtropischen Meeresbereich, weit
draussen im Atlantik 
haben. Sie erreichen uns als feuchte
Meeresluft in einer 
west- bis nordwestlichen Strömung.
Diese Luftmasse ist 
verantwortlich für milde Winter und
kühle Sommer.

Kommt warme Luft aus den südwestlichen Azoren,
wechseln oft viel Regen,Schwüle und föhnige
Aufheiterungen in der Nordschweiz, und Gewitter
einander ab.

Luftmassen aus dem Osten sind trocken und sehr warm.